| Flop Play |
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| Written by Administrator | |
| Thursday, 24 August 2006 | |
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Nach dem Aufdecken des Flops wird die eigentliche Staerke der eigenen Hand offensichtlich. An dieser Stelle muss man als guter Spieler in der Lage sein, zu erkennen, wie man gerade steht, ob man also die beste Hand hat oder, wenn nicht, mit welcher Wahrscheinlichkeit noch die beste Hand bekommen kann. Manchmal muss man sich nun auch von Haenden trennen, die vor dem Flop noch die mit Abstand besten Erfolgswahrscheinlichkeiten hatten, so z.B. bei einem Flop in einem einzigen Suit (z.B. Herz), wenn man selber zwei Asse, nicht jedoch das Herz-Ass hat und es trotz des gefaehrlichen Flops zu grosser Action kommt.
Auch sehr unangenehm ist es, zwei Koenige auf der Hand zu haben, wenn im Flop ein Ass auftaucht und mehrere Spieler Staerke demonstrieren.
Hat man selber jedoch vor dem Flop gesetzt, bzw. erhoeht, so sollte man in der Regel auch auf dem Flop weiter stark spielen, egal ob man etwas getroffen hat oder nicht, um Druck auf die Gegner auszuueben. Dies erreicht man durch Continuation Bets. Beispiel: Die eigene Hand ist AQ und man hat vor dem Flop erhoeht und zwei Caller bekommen. Flop: K T 8 Nun sollte man wieder setzen, obwohl man nichts getroffen hat, um zu sehen, wo man steht. Wird hinter einem geraised, so kann man seine Hand oft wegschmeissen, da der andere Spieler vermutlich den Koenig getroffen hat. Schaetzt man den anderen Spieler jedoch als trickreich und aggressiv ein, so kann es oft auch sein, dass dieser versucht zu bluffen und man deswegen trotzdem callen oder sogar nochmals raisen sollte.
2. Beispiel: Die eigene Hand ist wieder AQ und man hat auch hier wieder vor dem Flop erhoeht und zwei Caller bekommen. Flop: Q T 6 Nun hat man Top Pair mit Top Kicker getroffen und setzt wieder, spielt die Hand also genauso wie im ersten Beispiel. Dadurch wird es fuer die Gegner schwieriger einen lesen zu koennen.
Die Continuation Bet ist daher ein sehr nuetzliches Werkzeug fuer den TAG-Spielstil, welches man meistens immer anwenden sollte.
Eine detaillierte Uebersicht, wie man die verschiedenen moeglichen Kartenkombinationen spielen sollte, koennen wir hier leider nicht liefern, koennen dafuer jedoch einen Blick in unsere Medienecke empfehlen, da der Flop in zahlreichen Buechern ausfuehrlich in allen Einzelheiten (wie spiele ich Draws? Wie spiele ich middle Pair? Etc.) besprochen wird. Grob zeigen wir weiter unten die verschiedenen Spielsituationen auf.
Gutshot-Straight Draws werden von vielen Anfaenger ueberbewertet, sodass wir diese noch kurz ansprechen moechten. Einen Gutshot-Straight-Draw haben wir im ersten Beispiel, wo wir AQ auf der Hand haben und im Flop K und T kommen, sodass uns nur noch ein J zur Strasse fehlt. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein J auf den naechsten beiden Strassen kommt, ist jedoch so gering, dass man sich bereits auf dem Flop von seiner Hand trennen sollte.
Monsterhaende Hat man bereits auf dem Flop eine Monsterhand (Flush, Strasse (bei einem Rainbow-Flop), Full House) getroffen, so steht man nur noch vor der Aufgabe moeglichst viel Geld in den Pot zu bekommen. Auf den Micro-Limits sollte man hier straight-forward spielen und soviel wie moeglich setzen und erhoehen, waehrend man diese Haende auf den Middle- und High Limits auch slowplayen kann.
Monsterdraws Ein Monsterdraw ist zum Beispiel ein Straight-Draw mit einem Flush-Draw zur selben Zeit. In diesem Fall hat man so viele Outs zur Winning-Hand, dass man auch hier versuchen sollte, soviel Geld wie moeglich in den Pot zu bekommen.
Sets Ein Set hat man, wenn man ein Paar auf der Hand haelt und eine passende Karte im Flop auftaucht. Sets sind meistens sehr gut versteckt, sodass man diese stark spielen sollte, da man auch hier oft gewinnt. Selbst in dem Fall, dass man gegen eine staerkere Hand (Straight, Flush) antritt, hat man genug Outs zu einem Full House, sodass die Hand auch einen starken Draw darstellt.
Trips Trips sind aehnlich wie Sets, nur dass hier im Flop ein Paar liegt und man eine passende Karte dazu haelt. Trips sind nicht annaehernd so versteckt wie Sets, sodass man am Besten auf dem Flop nur check/call spielt und erst auf dem teureren Turn bet/raise spielt. Vorsicht: Manchmal haelt ein Gegner auch Trips mit einem besseren Kicker auf der Hand!
Overpair Haelt man ein Overpair zum Flop auf der Hand, so sollte man dieses sehr stark spielen, wenn es sich z.B. um JJ oder TT handelt. Bei AA oder KK kann man auf dem Flop auch abundzu checken, um dem Gegner am Turn eine Big Bet abzunehmen.
Top Pair Top Pair mit einem guten Kicker ist immer noch eine sehr gute Hand, die stark gespielt werden sollte. Sollte ein anderer Spieler jedoch auch sehr stark spielen, kann es sein, dass man z.B. gegen ein Set spielt und sich in dem Fall von seinen Karten trennen sollte.
Middle und Bottom Pair Je nach Art des Flops sind dies meist Haende, die aeusserst schwach sind und von denen man sich bei auftretender Action schnell trennen sollte.
Wir hoffen, mit diesem kleinen Ueberblick ueber passendes Flopplay wieder ein wenig geholfen haben, Sie zu einem guten Pokerspieler auszubilden! |
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| Last Updated ( Friday, 20 July 2007 ) |





