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Written by Administrator   
Tuesday, 22 August 2006

Der erste Artikel unserer Strategiesektion beschaeftigt sich mit der Bedeutung der Position eines Spielers am Pokertisch.

Einige professionelle Pokerspieler sind der Ansicht, dass Position meist wichtiger als die eigenen Karten ist. Waehrend ich nicht soweit gehen wuerde, dies zu behaupten, stimme ich doch darin ueberein, dass die richtige Position in einer Hand auch mir bereits einige Big Bets eingebracht hat, die ich sonst verloren haette.

 

Aber was bedeutet Position nun eigentlich, fragen Sie sich vielleicht nun. Es ist natuerlich nicht die Art, wie man vor dem Computer in seinem Stuhl sitzt, sondern vielmehr die Position am Pokertisch, durch die bestimmt wird, wann man in einer Hand an der Reihe ist.

Ganz allgemein laesst sich sagen, dass die beste Position der Spieler mit dem Dealer-Button, und die schlechteste Position der Spieler mit dem Small Blind hat.

 

Um dieses Thema ein wenig detaillierter betrachten zu koennen, habe ich folgenden Screenshot vorbereitet, auf dem jede Position am Tisch mit einem Kuerzel gekennzeichnet ist.

 

Position am Pokertisch

 

UTG – Under the gun

MP – Middle player

CO – Cut off

Small Blind

Big Blind

   

Vor dem Flop sind hierbei die Spieler in early position, die, die ihre Aktionen zuerst ausfuehren muessen, weshalb sie leicht benachteiligt sind. Die spaeter spielenden Spieler kennen nun schon die ungefaehre Staerke der Karten der vorher spielenden Spieler (aufgrund der Raises, Calls, Folds) und koennen die Staerke der eigenen Karten so nun in bessere Relation setzen.

Die Blinds, die vor dem Flop als letzte agieren muessen, sind nach dem Flop immer die ersten, die ihre Aktionen ausfuehren muessen, sodass diese Positionen auch als schlecht bezeichnet werden koennen.

Die beste Position hat, wie bereits oben kurz angemerkt, der Button, da dieser pre-flop als drittletzte Person und post-flop immer als letzte Person zu agieren hat.

 

Hier nun ein kleines Beispiel um zu verdeutlichen, dass Position sehr wichtig sein kann, um eine Hand zu gewinnen:

 

Pre-Flop: Alle Early-Position Spieler und MP1 folden, MP2 raises, CO calls, Sie callen als Button mit KQs.

Flop: 5 10 8, verschiedene Farben

Action: MP2 checks, CO checks

Da die Checks der beiden anderen Spieler Schwaeche bedeuten koennen, setzen Sie, obwohl auch Ihnen durch den Flop nicht geholfen wurde.

Nach Ihrer Bet folden die beiden anderen Spieler.

 

An diesem einfachen Beispiel ist erkennbar, dass man Haende auch trotz schlechter Karten gewinnen kann, einfach dadurch, dass man die Vorteile einer spaeten Position anwendet.

   

Aus eben diesem Konzept laesst sich auch schliessen, dass man immer mehr Haende spielen kann, umso spaeter man in jeder Runde dran ist.

In den kommenden Artikeln wird hierauf noch genauer eingegangen werden.

Last Updated ( Friday, 20 July 2007 )